Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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DIE BEFRISTETEN

Nach Elias Canetti

Szenenfoto

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Der AUGENBLICK ist in Canettis DIE BEFRISTETEN der Moment, der Atemzug, die kleine Weile in der ein Mensch stirbt. Der Augenblick der Befristeten ist jener, der Zeit ihres Lebens bereits vorbestimmt ist. Bereits mit der Geburt, wird der Mensch mit der Anzahl seiner Lebensjahre konfrontiert. Canetti erfindet in seiner Sozialutopie eine Welt, in der man über Lebensdauer wie über Geld oder Besitz verfügt. Wer viel hat, kann viel verschwenden - wem wenig bleibt, der versucht das Beste aus dem Wenigen herauszuholen.
Die Befristeten bewegen sich statisch umeinander, um ihren Augenblick, herum. Die Individualität einer Person ist abhängig vom vorbestimmten Lebensalter. Das Wissen über das eigene Ende, wiegt die Menschen zwar in Sicherheit macht sie jedoch auch stumpf. Wie bedeutsam ist Tod, wenn man um ihn weiß?

„Ich halte die Bekanntwerdung des AUGENBLICKS für den größten Fortschritt in der Geschichte der Menschheit“

18 Spielerinnen und Spieler des Studierendentheaters der Martin- Luther- Universität Halle haben sich an Canettis Gedankenspiel orientiert und treiben das Hirngespinst weiter. Dabei entstand eine eigene Fassung frei nach Canettis Vorlage. Was bedeutet Leben in der Zukunft, wie bestimmbar oder aufhaltbar ist der Tod? Wie nah ist die Unsterblichkeit?
DIE BEFRISTETEN zeigt ein Gedankenkonstrukt in der das Ungewisse und Ungefähren des „eigenen Augenblicks“ in die menschliche Ordnung überführt und transparent wird.

Premiere: WS 16/17

Inszenierung: Tom Wolter
Assistenz: Nicole Tröger
Textfassung: Ensemble
Grafik: Lena Mühl
Technik: Sebastian Schachtner

Es spielen die Mitglieder des Studierendentheater:
Luzie Trültzsch, Nicole Tröger, Ariane Sperber, Elisabeth Sitzlack, Marharyta Pshenitsyana, Hanna Pöschel, Julius Pfeiffer, Özge Nasa, Lena Mühl, Anton Mörstedt, Anja Mischutin, Julian Martin, Christoph Minkenberg, Granit Berisha, René Braun, Sophia Güttler, Emilia Kramer

DIE BEFRISTETEN wird präsentiert von Wolter und Kollegen!
Das Studierendentheater der Universität Halle wird im Auftrag der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg realisiert vom Theaterverein Wolter und Kollegen e.V.

DIE ARBEIT des Studierendentheaters wird unterstützt vom Studentenwerk Halle, dem Studierendenrat der Uni Halle und den Stadtwerken Halle.
Besonderen Dank an das Zentrum für Zirkus und bewegtes Lernen Halle e. V. und den Eigenbetrieb für Arbeitsförderung der Stadt Halle!

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